Blattkakteen blühen zu unterschiedlichen Jahreszeiten, je nachdem wo sie beheimatet sind.
Die für uns interessantesten Sorten sind:
  • Rhipsalidopsis, der Osterkaktus zeigt sich um die Osterzeit in voller Blüte. Er stammt aus den Bergwäldern Brasiliens und liebt deshalb feuchtwarmes Klima. Bei uns sollte er am hellen Fenster, aber ohne direkte Sonne stehen. Öfter besprühen! Während der Blüte darf er nicht gedreht werden, sonst fallen die Knospen ab. Die Vermehrung ist ganz einfach. Man dreht einfach ein paar kräftige, ausgewachsene Glieder ab und steckt sie in die Erde, wo sie ganz leicht bewurzeln. Nach der Blüte kann man umtopfen oder für ein paar Wochen leicht düngen. In dieser Zeit sammelt er Kraft für die nächste Blüte. Danach braucht er allerdings (etwa ab Herbst) eine Ruhepause. Man gießt weniger und stellt das düngen ein. Und im zeitigen Frühjahr sieht man dann wieder die neuen Blüten.
    Osterkakteen gibt es in roten und sosa Farbtönen. Mittlerweile werden aber auch schon Züchtungen angeboten. Ich hab z.B. vor ein paar Jahren einen weißen bekommen, hab aber das Gefühl, dass er im Laufe der Zeit wieder in einen leicht rosa Farbton wechselt. Sobald er blüht, werd ich hier ein Foto veröffentlichen.
  • Schlumbergera, der Weihnachtskaktus. Man kann ihn leicht mit dem Osterkaktus verwechseln. Die Blätter vom Weihnachtskaktus sind aber länger und tiefer gezackt, die Blüten sind anders, sie sehen aus wie "doppelt" im Gegensatz zum Osterkaktus. Und der Zeitpunkt der Blüte ist auch eher. Auch sie hätten gern einen Platz am Nord- oder Ostfenster. Ansonsten sind ihre Ansprüche ähnlich. Wenn Gliederkakteen ihre Glieder abwerfen dann liegt das an Ballentrockenheit, zu hoher Temperatur, zu trockener Luft, verbrauchter Erde oder Überdüngung.
  • Epiphyllum ist ein Blattkaktus, den es mittlerweile in fast allen Farben gibt. Auch die Blüten werden immer größer gezüchtet. Ihn jedes Jahr zum blühen zu bringen ist aber gar nicht so schwer. Geben Sie ihm im Sommer ein Sonnenfester oder einen Platz auf der Terasse. Überwintert werden kann er dann dunkler und kühl, dann auch weniger gießen (nicht ganz austrocknen lassen). Da die Blätter ziemlich fleischig sind, braucht er aber in der Wachstumsphase mehr Wasser und Dünger als sonst bei Kakteen üblich und auch die Erde sollte etwas nahrhafter sein. Der auf dem ersten Bild z.B. steht bei meiner Freundin auf der Terasse, er wächst in normaler Blumenerde und überwintert mit allen anderen Kübelpflanzen in einem leicht beheizten Schuppen.
    Vermehren kann man ganz leicht den ganzen Sommer über, indem man ein Blatt in mehrere Stücke schneidet, die Schnittstellen über Nacht abtrocknen lässt und dann einfach in die Erde steckt. Sie werden sehen, es dauert nicht lange und die ersten Wurzeln sind da.
  • Opuntia ist ein Blattkaktus, der aus sehr kargen Gegenden stammt. Sie ist sehr anspruchslos und verträgt auch gut die pralle Sonne. Bei wenig bedornten Arten aber bitte langsam angewöhnen, damit sie nicht verbrennen.
    Opuntien sind sehr oft auch winterhart, dazu brauchen sie aber im Herbst eine Phase wo sie austrocknen (einziehen) können. Stehen sie bis zuletzt voll im Wuchs, dann erfrieren sie leichter. Welche Sorten richtig winterhart sind, muss man am besten beim Kauf erfragen.
    Vorsicht! Opuntien haben oft ganz gemeine Stacheln. Wenn man sie nur berührt schießen sie viele kleine mit Widerhaken besetzte Stacheln in die Haut, die man sehr schlecht wieder rausbekommt.
Epiphyllum                          Schlumbergera (Weihnachtskaktus)      
Epiphyllum    Schlumbergera
Rhipsalidopsis (Osterkaktus)


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